RECHTE BAND Frei.Wild bei Media Markt

November 22, 2009 by

2008 kam die Band „Frei.Wild“ in die Schlagzeilen, weil sie am 27. September auf einer Veranstaltung der Südtiroler Partei Die Freiheitlichen auftreten wollten,  der der Sänger Philipp Burger bis zum 2. Oktober 2008 angehörte. Die Band
zog sich aber auf Druck des Managements von der Veranstaltung zurück und  distanzierte sich.

Die Partei „Die Freiheitlichen“ steht in Südtirol für den Schutz der abendländischen Identität. Dies soll durch folgende Punkte, entnommen aus der Kurzform des Parteiprogramms, erreicht werden:

1. Südtirol zuerst! Einwanderung stoppen, Heimat schützen! Sofortige Ausweisung von ausländischen Straftätern und illegalen Zuwanderern!

2. Europaregion Tirol! Aufrechterhaltung des ethnischen Proporzes! Stärkung der Tiroler Identität!

Diese Liste umfasst insgesamt 10 Punkte, die sich gegen „Ausländer“ und „interethnische Bildungsprojekte“ richten. Es ist auch vom Schutz vor einer „Islamisierung“ die Rede. Wir verzichten darauf alle Punkte aufzuzählen.

Im September 2008 verkündeten „Die Freiheitlichen“ auf ihrer Internetseite  den Auftritt einer jungen Band aus Südtirol bei einer ihrer Veranstaltungen:  Frei.Wild.

Das Konzert wurde kurzfristig abgesagt, da das Management den Anschein einer unpolitischen Band bewahren wollte. So kam auch heraus, dass der Sänger Philipp Burger Mitglied besagter Partei ist. Im Oktober 2008 folgte die
nicht sehr überzeugende Trennung von der Partei und allem politischen, die sich wie folgt darstellte:

„Was die Mitgliedschaft bei den Freiheitlichen betrifft: Ich bin aus der Partei wieder ausgetreten und habe auch das Amt niedergelegt, aber nicht etwa deswegen, weil ich Schuldgefühle habe oder mit dem Parteiprogramm nicht einverstanden wäre, soviel ist sicher, sondern weil ich, vor allem nach der Aussprache mit der Crew, eingesehen habe, dass es etwas zwiespältig ist,  Parteimitglied zu sein und gleichzeitig Distanz vor der gesamten Politik zu nehmen, da gebe ich euch recht und habe meine Konsequenzen gezogen.“ – Auf dieser Grundlage pochen Management und Band noch heute darauf unpolitisch zu sein.

In den Texten von Frei.Wild geht es immer wieder um Heimatliebe, Patriotismus, Südtirol und Bergsteigen. Klingt zunächst nach typischer Volksmusik. Die Art und Weise, wie diese Themen aufgegriffen werden, ist jedoch von
anderer Qualität (von der Musik sprechen wir nicht, nur von den Texten).

„Denn unser Europa
ist ein Paradies,
und das wir das nicht schätzen,
ist wirklich fies.
Wir ham alles, was wir brauchen,
alles, um glücklih zu sein.
Man schätz es viel zu wenig,
gesund und unversehrt zu sein.“ Europa

Leider ist diese Band bereits in die Charts gestartet – offensichtlich bedingt durch eine seit langem
anhaltende „Weggucken“-Idiologie.

„Südtirol, wir tragen deine Fahne,
denn du bist das schönste Land der Welt,
Südtirol, sind stolze Söhne von dir,
unser Heimatland, wir geben dich niemals her.
Südtirol, deinen Brüdern entrissen,
schreit es hinaus, dass es alle wissen,
Südtirol, du bist noch nicht verloren,
in der Hölle sollen deine Feinde schmoren.“ -Südtirol

 

Auch CDs von Frei.Wild sind im Media Markt frei erhältlich. Für uns sind CDs von Frei.Wild durchzogen von Arroganz, der Abwertung Nicht-Europäischer Länder und allem, was nicht „Südtirolerisch“ ist. Ob nun Südtirol oder Deutschland auf der Verpackung steht, ist es ein nicht zu toleriender Nationalstolz, mit dem dort Geld verdient wird.

Kein Geld mit Sexismus, Homophobie, Nationalismus und Menschenverachtung!

 

 

Sizzla bei Media Markt

November 22, 2009 by

Am 30. Juli 2009 wurde der Tonträger Rastafari vom Jamaikanischen Reggae-Musiker SIZZLA von der Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien indiziert. Er ist damit für Jugendliche unter 18 Jahren nicht mehr erhältlich.

Am Samstag, den 21. November 2009, fand sich dennoch die indizierte CD Rastafari unter den Tonträgern im Media Markt Velbert.

Wir möchten darauf hinweisen, so genannte Hassmusik aus sämtlichen Regaln verschwinden zu lassen. Wer Hass verbreitet, darf damit in Deutschland kein Geld verdienen. Das gilt für Reggaesänger aus Jamaika wie rechtsextremistische Neonazi-Bands oder bestimmte deutsche Rapper.

Kein Geld mit Sexismus, Homophobie, Nationalismus und Menschenverachtung!